Zahnbehandlung

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  • Zahnbehandlung

    hallo ihr lieben,

    bei mir steht diese woche ein besuch beim zahnarzt an. ich wurde seit mehreren jahren nicht mehr zahnärztlich behandelt. die zahnbehandlung ist nahezu unmöglich, da ich den kiefer kaum öffnen kann. vor 6 wochen war ich in der ambulanz der zahnklinik witten-herdecke. dort wollte man mir unter vollnarkose den kiefer öffnen um meine zähne behandeln zu können. eine vollnarkose ist aber recht kompliziert und risikoreich (intubation), und müsste stationär vorgenommen werden. vor diesem schritt scheue ich mich.
    nun meine fragen an euch:
    welche erfahrungen habt ihr gesammelt? ich denke die meisten von euch haben auch das problem den kiefer nicht weit genug öffnen zu können. habt ihr möglichkeiten gefunden ambulant behandelt zu werden? habt ihr erfahrungen bezüglich behandlung unter vollnarkose, bezüglich "kieferausrenkung"? habt ihr erfahrungen gemacht was eine stationäre zahnbehandlung anbelangt? habt ihr tipps? habt ihr adressen?
    danke für eure hilfe,
    thomas
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  • Hallo Parese,

    ich hatte genau dasselbe Problem. Bei mir mussten zwölf Zähne gezogen werden und mein Mund geht nur wenig auf. Man hat mir auch eine Vollnarkose vorgeschlagen, um den Mund weiter aufzudrücken, aber laut Prof. Dr. Laier-Groeneveld funktioniert das bei Muskelatrophie nicht. Es liegt nicht an einem Krampf der Muskulatur, dass der Mund nicht aufgeht. Das Gelenk ist schlichtweg verknöchert. Deshalb hilft da auch keine Vollnarkose. Außerdem ist das zu gefährlich.

    Ich habe vor zwei Jahren eine große Zahnsarnierung bei mir angefangen und habe jetzt fast alles geschafft. Die zwölf Zähne wurden bei mir trotz Miniöffnung in lokaler Betäubung gezogen. Geschickte Kieferchirurgen schaffen das von der Seite. Man kommt zwar nicht mit der Zange dran, aber man kann den Zahn raushebeln von der Seite oder in Einzelteile mit dem Bohrer zerlegen und mit einer Pinzette rauszupfen. Das hört sich jetzt ein bischen krass an, aber Du merkst ja nichts davon. Ich habe Dir das nur geschrieben, damit Du weißt, dass man die Zähne bei geringer Mundöffnung auch anders ziehen kann als mit einer Zange und es geht gut in lokaler Betäubung. Ich bin schon fast geübt im Zahnzupfing.

    Einen guten Kieferchirurgen gibt es in Bonn, Dr. Erdsach
    mkg-bonn-rhein-sieg.de/

    Den kenne ich nicht, aber Du kannst Ilona fragen. Sie kennt den.

    Eine andere Möglichkeit ist in der Uniklinik Göttingen in Zusammenarbeit mit der Lungenklinik Bovenden/Lenglern

    ekweende.de/

    Dort weiß Dr. Schildt Bescheid.

    Eine weitere Möglichkeit gibt es in Duisburg in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Oberhausen:

    ejk.de/johanniter-krankenhaus-…hial-und-lungenheilkunde/

    Ansprechpartner ist Prof. Dr. Laier-Groeneveld. Also, lass Dir keine Narkose einreden. Es wird so gehen. Du kannst mich ja mal auf dem Laufenden halten, wie Du zurechtkommst. :D

    Wünsche Dir alles Gute und bis bald

    Sonne
  • Hallo sonne,

    sehr interessant finde ich deine Beschreibung zum Zähne ziehen. Allerdings würde mich noch interessieren, wie du das dann durch hältst den Mund die ganze Zeit aufzuhalten. Ich finde das nämlich äußerst anstrengend. Gibt es denn so etwas wie eine Klammer/Spreizer um den Kiefer aufzuhalten? Auch für so kleine Mundöffnungen?
    Liebe Grüße
    Sandra
  • liebe sonne,

    vielen tausend dank für deine sehr hilfreichen informationen. sie haben mich sehr beruhigt.nun weiss ich endlich, dass eine behandlung unter vollnarkose unangemessen und nahezu sinnlos ist.
    ich werde morgen schauen inwieweit mir der zahnarzt hier vor ort helfen kann, ansonsten werde ich mich an dr. laier-groeneveld wenden.
    nochmals vielen, vielen dank :)

    thomas

    p.s.: wie lautet dein richtiger name und woher kommst du?
  • @sunflowers und parese

    Leider weiß ich nicht, ob es eine kleine Klammer gibt, weil bei mir nicht mal so eine Klammer hineinpassen würde. Es passt nicht mal der Bohrer im Backenzahnbereich. Ich habe meinen Mund die ganze Zeit so weit aufgehalten, wie ich konnte, auch wenn das faktisch sehr wenig ist. Was mir aber dabei hilft ist, beim Zahnarzt wirklich flach zu liegen. Ganz flach waagerecht ohne Kopfkissen und dann aber eine Rolle (aus Handtuch oder Unterlagen) unter dem Nacken und bei Bedarf eine weitere Rolle unter den Schulterblättern, so dass der Kopf überstreckt nach hinten runterhängt (egal, ob die Rolle dann unbequem ist). Meine Assistentin ist immer mit in den OP gekommen. Zweimal war auch Prof. Dr. Laier Groeneveld mit im OP und hat meinen Kopf zusätzlich zu der Rolle weiter mit Druck überstreckt gehalten. Ohne das Halten hätte man meine Weißheitszähne nicht rausbekommen. Ich kriege auch besser Luft so. Blöd ist dabei, dass einem ein bischen Wasser und Blut in den Rachen laufen, aber das ist ja nicht so schlimm. Das meiste wird von der Sprechstundenhilfe weggesaugt.

    In Oberhausen bist Du gut aufgehoben. Allerdings sind da zwei Kieferchirurgen, die Geschwister sind, und ich habe nur den einen kennengelernt. Er hat mir in weniger als zehn Minuten zwei Zähne gezogen. Er ist routiniert, aber für meinen Geschmack eine Portion zu "handfest". Also, das liegt aber auch an mir, weil ich schreckliche Angst habe vor dem Zahnarztbesuch allgemein. Meine Angst war früher extrem. Ich brauche deshalb immer einen Zahnarzt, der so ganz Eia Pupeia mit mir erstmal redet und ein bischen Zuspruch gibt. So ein Eiaupupeia-Typ ist der Kieferchirurg in Oberhausen / Duisburg nicht. Er ist trotzdem gut.

    Die richtige Lagerung des Kopfes muss wahrscheinlich jeder selbst
    probieren, wie der Mund am besten aufgeht, aber für die
    Zahnextraktionen kann ich das auf jeden Fall empfehlen. Ich würde am besten vorher in Ruhe zu Hause mit einem/-r Assistent-in herumprobieren, wie Du den Mund am besten aufkriegst und dann könnt Ihr Euch ein System aus Rollen basteln, die Ihr zu dem Termin mitnehmt. In der Nacht vorher gut und ausreichend die Beatmung laufen lassen. Vorher beim Einkaufen an die Suppe denken, am besten ohne Kräuter.

    :thumbsup:

    Viele Grüße von Sonne
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  • heute war ich bei dem "neuen" zahnarzt und ich bin ziemlich zufrieden und zuversichtlich, dass es mit ihm klappt. er hat mich auf flxible und unkonventionelle weise röntgen können und traut sich zu mich behandeln zu können. in 4 wochen habe ich einen termin zur ersten wurzelbehandlung. ich werde dann schauen ob´s längerfristig mit diesem zahnarzt klappt. falls nich werde ich mich dann dank deines tipps, sonne, an dr. laier-groeneveld wenden.
    wohnst du auch im ruhrgebiet, sonne?