Meine ersten 2 Nächte in Oberhausen beim Prof. Dr. Laier-Groeneveld

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  • Meine ersten 2 Nächte in Oberhausen beim Prof. Dr. Laier-Groeneveld

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    So, mit meinen 40 Jahren habe ich nun mal meine Atmung überwachen lassen. Ich war 2 Nächte in Oberhausen bei Prof. Dr. Laier-Groeneveld, der sehr kompetent und freundlich ist und sich Zeit für seine Schäfchen nimmt.
    Mittwoch dort angekommen, gings direkt mit den Untersuchungen los. Auf dem Plan stand Thorax röntgen, Lufu-Test, EKG, und BGA Messung. Alle Werte waren sehr gut, bis auf das Ergebnis des Lufu-Tests. Dort hatte ich nur 14% Lungenvolumen!
    Anschließend gings auf Station 10, aber leider war das Zimmer noch belegt, so dass wir zunächst in die Cafeteria auswichen und etwas tranken. Danach drehten wir unsere Runden außerhalb der Klinik, denn bis dahin hatten wir von der Station noch keinen Anruf das unser Zimmer frei ist.
    Gegen 13:45 Uhr gingen wir selbst nochmal auf die Station, waren aber noch immer „obdachlos“. So setzten wir uns in die Besucherecke und warteten. Um 14:15 Uhr war es dann soweit, um 14:30 Uhr bekamen wir unser Mittagessen. Im Anschluss kam der Assistenzarzt um mich zu interviewen, danach kam der Professor und sprach mit mir über meine Werte. Anhand dieser brauche ich keine nächtliche Beatmung, aber aufgrund meines sehr geringen Lungenvolumens wäre es hilfreich für mich täglich für ca. 3 Stunden ein Beatmungsgerät zu benutzen, es trainiert und entlastet meine Lunge etwas. Er schlug vor, mir am nächsten Tag ein Leihgerät zur Verfügung zu stellen, um zu testen wie ich klarkommen würde.
    In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag wurde ich an einen Kapnographen angeschlossen, welcher im Schlaf meinen pCO2 Wert messen sollte. Allerdings schien meine Haut für diese Art der Messung nicht geeignet zu sein, denn der Wert war viel zu hoch, so dass ich nachts die Schwester auf Trapp hielt, die nämlich ständig kommen musste, um nach meinem Wert zu sehen. Morgens um 4 Uhr wurde, aufgrund der schlechten Werte, eine BGA durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass der Wert bei 38 lag und die Sauerstoffsättigung bei 98%. Also alles Top, weiter so!
    Am nächsten Tag, gings dann nochmal zum Lufu-Test, denn dem Professor fehlte ein Wert und diesen wollte er zwingend haben. So ging ich nach dem Frühstück runter und versuchte diesen speziellen Lufu-Test. Ergebnis: Nicht messbar!
    Leider war dem Professor dieses Ergebnis nicht zufriedenstellend, weshalb ich nochmal runter musste, aber er dabei sein wollte. Also nochmal ran und pusten bis zum Abwinken bzw. einatmen was das Zeug hielt. Hinterher war er zufrieden, ich aber kaputt! Ergebnis: Schlecht!
    Im Laufe des Vormittags bekam ich das Beatmungsgerät und eine super nette Atmungstherapeutin wurde beauftragt, das Gerät einzustellen, uns anzulernen und mit mir zu üben. Es klappte sofort. Nachmittags wurde, während ich am Gerät saß, eine BGA durchgeführt, wieder alles Top.
    Der Professor kam nochmal und vergewisserte sich, wie ich zurecht komme und wollte wissen, ob ich mich gegen oder für eine Beatmung entscheide. Ich entschied mich dafür. Täglich 3 h trainieren ist gut und tut gut.
    So wurde Heinen und Löwenstein kontaktiert und das EO-150 bestellt. Dieses wurde Freitag geliefert, die Atemtherapeutin brachte es, stellte meine Parameter ein und wies uns ein. Ich testete es natürlich noch in ihrem Beisein.
    Nach dem Mittagessen traten wir endlich die Heimreise an. In 4 Wochen muss ich zur Kontrolle der Werte nochmal dorthin. Bin jetzt schon gespannt!

    Parameter im EO-150:
    Volumen: 400 ml wird langsam auf 450 ml erhöht
    Liebe Grüße
    Sandra
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  • Update:

    Ich war vom 28.11. bis 29.11.16 erneut in Oberhausen beim Prof. Dr. Laier-Groeneveld. Wie auch schon vor 4 Wochen, gings direkt zu den Untersuchungen (EKG, BGA und LuFu). Alle Werte super, bis natürlich die des LuFu-Tests.
    Nachts bekam ich nochmal den Kapnographen angelegt, obwohl es vor 4 Wochen missglückt war, und der Prof. damals sagte, dass meine Haut wahrscheinlich die Messung nicht zulässt. So fürchtete ich, dass die Nacht katastrophal werden wird. Doch es kam anders, denn zum einen wurde die Sonde von einem anderen Mitarbeiter angelegt und zum anderen an einer ganz anderen Position. Siehe da, die Messung verlief komplikationslos und die Werte waren super!
    Nach dem Frühstück sollte ich schon wieder zum LuFu-Test. Die Ärzte wollten, dass man einen DLCO Test durchführt. Als mich die netten Damen von der LuFu sahen, waren sie entsetzt, denn diesen Test kann man bei meinem sehr kleinen Lungenvolumen nicht durchführen. Sie schickten mich direkt auf Station zurück und riefen den Arzt an, um ihn zu informieren, dass dieser Test nicht machbar ist.
    Gegen 11 Uhr kam der Prof. zur Visite. Er sagte, aufgrund der guten Werte ist eine Beatmung nicht zwingend nötig, würde aber dennoch vorbeugend und zur Therapie empfehlen täglich 2 bis 3 Mal die Maschine zu benutzen, um die Lunge besser zu belüften. Ich sollte selbst entscheiden, ob ich das Gerät wieder mitnehme oder dort lassen möchte. Ich entschied mich für das Gerät, denn es tut gut.
    Er stellte mir nochmal die Parameter ein und dann musste ich nochmal dran für eine letzte BGA. Diese war dann zwar auch gut, aber der CO2 Wert war etwas zu tief, weshalb ein Parameter nochmal umgestellt wurde. Er wurde dann von 500ml auf 470ml Volumen reduziert.
    Anschließend fuhren wieder nach Hause und in 6 Monaten muss ich wieder zur Kontrolle…
    Liebe Grüße
    Sandra