Mein 4. Mal in Oberhausen

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  • Mein 4. Mal in Oberhausen

    Mittwoch den 14. Februar hatte ich meinen Kontrolltermin und es Begann schon merkwürdig am Nummerautomat an der Anmeldung, denn irgendwie waren die Nummernschilder durcheinander, so dass die Dame die nach mir eine Nummer zog, vor mir aufgerufen wurde.
    Dann gings zur Aufnahme um die Ecke und anschließend zum EKG und dann zum LuFu und hier nahm das Schicksal seinen Lauf. Als mein BGA Wert gemessen wurde, kam auch mein HB Wert automatisch zum Vorschein und der lag bei 3,5, statt 12-15. Die 2. Anwesende Dame mit rief sofort eine Ärztin an und die rief auf der Station an und ordnete eine sofortige Blutabnahme an. Ich war natürlich sofort bedient, weil man bei mir nur schlecht bis gar nicht an eine Vene kommt. Auf der Station waren alle irritiert und dachten sie hätten den Wert falsch verstanden, denn für diesen niedrigen HB Wert war ich viel zu lebendig. Jemand der gesund ist und sich körperlich bewegen kann wäre ohnmächtig.
    Kaum war ich auf meinem Zimmer, kam auch schon der Arzt und versuchte sein Glück eine Vene zu finden. Er war extrem vorsichtig und total lieb, traf zum Glück sofort und nahm also Blut ab, welches sofort ins Labor ging und sogar vorgezogen wurde.
    Doch kam dann am Mittwoch niemand mehr um mir das Ergebnis mitzuteilen, somit ging ich von einer Fehlmessung am BGA Gerät aus.
    Nachts erhielt ich wie üblich den Kapnographen, der allerdings defekt war und der Arzt dann ein nagelneues von der ITS leihen musste. Donnerstagmorgen erhielt ich die Werte und die Ärzte waren zu zweit zu mir gekommen. Die Ärztin fragte mich was ich noch vorhabe und ob ich noch bleiben könnte, denn meine Blutgaswerte waren schlecht, so schlecht, dass ich nachts beatmet werden müsste und auch tagsüber seien sie nicht okay. Ich war völlig verdattert, denn so fühlte ich mich keineswegs. Da Gregor zum Zeitpunkt der Bekanntgabe nicht anwesend war, weil er die Koffer schon zum Auto brachte, wollte ich eine Bedenkzeit, um es mit besprechen zu können. Bevor die Ärzte das Zimmer verließen, fragte ich nach den Blutwerten. Der Arzt sagte sie sind okay. Ich war froh. Aber leider lag er falsch! Die Ärztin kam erneut zu mir und sagte, man muss nochmal Blut abnehmen, weil der HB Wert nicht gemessen werden konnte, da das Blut geronnen war. Also kam der liebe Arzt nochmal und hatte nochmal Glück, aber mir reichte es bereits. Das Blut wurde nun an 3 verschiedenen Orten analysiert und leider mit blödem Ergebnis. Die Ärztin kam und sagte, dass sie mich so nicht entlassen und wenn, dann muss ich unterschreiben. Ich wollte natürlich nach Hause, denn Freitag hatte ich einen anderen Arzttermin und Samstag Konzertkarten. Gregor ging zu ihr und teilte die Entscheidung mit. Allerdings wollte sie es nicht allein entscheiden und rief den Professor an, der sofort kam. Normalerweise bräuchte ich sofort eine Blutkonserve, welche ich ablehnte. Zumal ich die auch erst Freitag bekommen konnte, weil sie vorbereitet werden muss.
    Ich wurde bearbeitet und wir einigten uns auf eine Infusion mit Eisen, danach könnte ich nach Hause fahren, aber soll zuhause weitere bekommen. Der liebe Arzt versuchte ein 3. Mal sein Glück mir eine Infusionsnadel zu legen, natürlich in der einzigen möglichen Vene. Jedoch hatte er diesmal kein Glück, weshalb nun die Ärztin auf Venensuche ging und sich für meinen Handrücken entschied. Das allerdings war der Horror für mich und ich fing vor 4 Ärzten und dem Professor an zu heulen! Nachdem es überstanden war und während die Eiseninfusion lief, entschied ich mich zum dortbleiben und wollte dort die 4 Infusionen nehmen.

    Freitag versuchte man nochmal Blut abzunehmen, aber es war umsonst. Sonntag kam ein anderer Arzt und versuchte 2 Mal sein Glück und hatte Erfolg. Der Wert steigt, war Sonntag auf 3,9 und das ist gut. Er steigt nun mit der Zeit. Ich muss allerdings mindesten vierteljährlich gestochen werden.

    Die Beatmung wurde zur Nebensache, aber es ist wohl so, dass diese schlechten Werte einen Zusammenhang mit dem HB Wert haben.

    Diesmal war ich fertig und zusätzlich waren wir in einem Zimmer, was extrem kalt war! Die Belüftung saugte nicht, sie blies und das sollte anders sein, laut der Schwestern.
    Wir waren auf Station 3 im letzten Zweibett-Zimmer. Seit Februar gibt’s übrigens keinen großen Fernseher mehr, sondern an jedem Bett ist ein Tablet für TV und zum Surfen. Aber es kostet 39€ Kaution und 3,90€ pro Tag inkl. Telefon und Flatrate. Will man TV muss man das Telefon anmelden, entweder oder geht nicht.


    Diesmal parkten wir auch im Parkhaus, weil der andere B-Parkplatz besetzt war. Kostet 22,50€ für 4 Tage und 3 Stunden!

    Ein Wahnsinn.......
    Liebe Grüße
    Sandra
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  • Hallo Sandra,

    Das hört sich ja wirklich nicht gut an! Bei uns sagt man dazu: „ wenn es mal läuft, dann läuft’s richtig „
    Zum Glück hattest du aber gerade eine Untersuchung vor Ort, stell dir vor der Wert wäre noch weiter abgesunken, das kann dann auch wirklich gefährlich werden, vor allem im Schlaf!

    Ich wünsche dir, dass du mit den Infusionen, und vielleicht einer besser eingestellten Beatmung, wieder richtige Werte erzielen kannst,

    Gute Besserung von unserer Seite

    Viele Grüße
  • Hi,

    die Infusionen habe ich seit Sonntag erstmal überstanden. Das Blut muss ich jetzt mindestens vierteljährlich kontrollieren lassen und ggf. wieder Infusionen erhalten, bis zur nächsten Kontrolle muss sich allerdings meine einzige Pieksmöglichkeit von den Strapazen erholen.
    Die Beatmungsparameter wurden nicht verstellt, weil man vorerst davon ausgeht, dass die schlechten Werte vom niedrigen HB Wert kommen. Ich soll allerdings tagsüber noch mehr an mein Maschinchen.
    Liebe Grüße
    Sandra